Bericht über die JHV

Das aktuelle Stück „Fru Pieper leevt gefährlich!“ stand neben den restlos ausverkauften Sketchabenden, der sehr guten Zuschauerbindung und den turnusgemäßen Vorstandswahlen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Speeldeel ut de Masch im Seestermüher Bürgerhaus.

Der Vorsitzende Reinhard Feja ging in seinem Bericht zunächst auf das aktuelle Stück ein und stellte schmunzelnd fest, dass Theaterleiterin Ute Jensen endlich ihre Krimikomödie auf die Bühne gebracht hat und Tania Jagla als Frau Pieper sich mit ihrem Spürsinn bei der Kripo bewerben sollte. Am Thema Stühle im Bürgerhaus kam Feja mit Blick auf die Premiere im November letzten Jahres natürlich nicht vorbei. Die erste Frage bei den Vorbereitungen und dem Aufbau der Bühne im Bürgerhaus lautete: „Haben wir genug Stühle?“ Die Antwort: „Ja. Es war eine tolle Lösung, auf den grünen Stühlen saß man richtig gut,“ so der Vorsitzende.

Noch eine weitere Anekdote gab Feja zum Besten: Bei der Aufführung von „Dree Mann an de Küst“ im Frühjahr 2017 in Sparrieshoop musste Regisseurin Ute Jensen kurzfristig für den erkrankten Jörg Baumgarten einspringen. Sonst wäre die Vorstellung abgesagt worden.

Feja: „Ute, Du hast die Rolle innerhalb von zwei Stunden übernommen. Es gehört viel Mut dazu, sich mit einem Textbuch auf die Bühne zu stellen und nahezu unvorbereitet in eine Rolle einzusteigen. Das hast Du toll gemacht.“ Der Vorsitzende ging auch auf die guten Zuschauerzahlen der Speeldeel ein. Die Seestermüher Bühne hat, gegen den Trend vieler anderer niederdeutscher Bühnen, konstante Zuschauerzahlen. Dabei merkte Feja an, dass die zahlreichen plattdeutschen Klassiker heute oft nicht mehr funktionieren. Zudem werden die Liebhaber plattdeutscher Theateraufführungen immer älter. „Wir müssen unser Publikum pflegen, auf deren Wünsche eingehen. Wir dürfen nicht abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist“, so Feja.

Abschließend berichtete er, dass die Speeldeel sowohl den Förderverein des Elmshorner Stadttheaters als auch das DRK Seestermühe mit einer Spende bedacht hat. „Wir wollten mit den Spenden in guten Zeiten etwas zurückgeben“, so der Speedeel-Vorsitzende. Das Stadttheater Elmshorn bezeichnete er als „tolle Spielstätte“, das DRK als Unterstützer bei jeder Aufführung in Seestermühe.

Bevor die Wahlen anstanden, revidierte Feja seine Aussagen von vor zwei Jahren. 2016 hatte er gesagt, dass er nur noch für zwei Jahre zur Verfügung steht. Der leidenschaftliche Theatermann geht in die Verlängerung und stellte sich für weitere zwei Jahre als erster Vorsitzender zur Verfügung. Er wurde einstimmig im Amt bestätigt.

– Quelle: https://www.shz.de/19100066 ©2018
Text: Meike Kamin