25 Jahre im Stadttheater

Nun ist es also vorbei – unser „Jubiläum“ im Stadttheater Elmshorn. Mit dem Klassiker „Sluderkram in Treppenhuus“ haben wir uns einen langgehegten Traum erfüllt. Es war das erste Stück, das wir als Wiederaufführung im Programm hatten und eine Paraderolle für unsere Helga.

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(1989 – Szene mit Irene Martin und Christa Wollner)

Das erste Stück, das wir in Elmshorn aufführen durften, war aber „De Reis na Helgoland“.  Die Generalprobe war so schlecht, dass Herr Steffen und Herr Karl uns am liebsten gleich wieder rausgeworfen hätten – die Vorstellung selber aber brachte das Haus zum Kochen. Ich werde nie vergessen, wie ich fertig geschminkt und gestylt als Lola Silbersack auf die Bühne kam und meine Reling fehlte – ich musste singen und hatte mich doch immer so schön daran festhalten können. Tja, hatten die Jungs irgendwie vergessen, anzubauen. Ausserdem fielen meine künstlichen Fingernägel der Nervosität zum Opfer. Mit schöner Regelmäßigkeit löste sich einer nach dem anderen und dekorierte die Szene.

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Unser Uwe vergaß in einer Schlüsselszene, seine Mütze auf dem Tisch liegenzulassen und schmiß sie kurzerhand einfach über die Kulisse auf die Bühne. Auch ein fehlendes Geräusch wurde mit „Wo bleibt mein Donner??“ kommentiert. Das Publikum hat uns nichts übel genommen und amüsierte sich prächtig.

Seit dieser Zeit hat sich viel verändert. Unser Anspruch uns selbst gegenüber, die Technik, die Bühnenbilder und natürlich auch die Besetzung.

Was sich nie verändert ist die unglaubliche Nervosität, die so ein „echtes“ Theater mit sich bringt. Da vergisst der souveränste Spieler seinen Text oder verlässt kurzerhand die Bühne, steht an der falschen Tür zum Auftritt oder sitzt bereits in der Garderobe und hört ein Stichwort, auf das er eigentlich auf die Bühne kommen müsste… Nichts ist unmöglich…

Aber es sind genau diese kleinen Anekdoten, die eine Aufführung unvergesslich machen und auch Jahre später noch erzählt werden.